CHURCH OF THE CHIP

Als mir ein Freund aus Aub von seiner Faszination mit den Bildern der klassischen SCHLOCK-Phase des Jahrgangs 1996 berichtete und ich mir die, mir verbliebenen, Werke einmal in meinem wohlsortierten Lager heraussuchte, war ich erst geblendet von der ungefilterten Farbkraft der Malerei, dann auch erstaunt, dass sie schon etwas flacher (nicht ganz so dick gemalt) angelegt waren und in den Hintergründen auf die schwarzen Outlines verzichteten. Ich hatte die, meist quadratischen, Leinwände lange nicht gesehen und es fiel sofort ins Auge, wie kompakt und auch abgeschlossen diese 13 Bilder in meinem Gesamtwerk standen.

Wenn ich sage „klassische“ SCHLOCK-Art, dann ist das nicht vermessen gemeint, ich kategorisiere meine Arbeit in den 90ern gerne in eine Proto-Phase, so ungefähr von 1991 bis 1994, mit dickem Farbauftrag, Brut Pinsel und fetten schwarzen Linien und dann eben die klassische Zeit, bis zum Anfang 2000, als ich die Umrandungen immer mehr aufgab und anfing „besser“ zu malen (für was? -für mich!).

Die 1996er Bilder waren zwar alle Einzeln ausgestellt gewesen damals, ich glaube in München, Frankfurt und eben in Aub, (wo der vorhin genannte Freund die beindruckende Ausstellung „VON HIER IN DIE EWIGKEIT“ im tiefen, kleinen Gewölbekeller, die steile, lange Treppe hinunter, sah) aber niemals Alle zusammen, als „richtige“ Ausstellung mit Thema und Titel. Das sollte in der neuen Galerie von Manfred Jäger und Susanne Dobler stattfinden, die Einladungskarten waren schon gedruckt, aber dann starb der Jäger unter mysteriösen Umständen und die Galerie war futsch. Wir (Manüla und ich) haben daraufhin für ein Jahr lang versucht eine Galerie in München zu stemmen, von Lenzenbrunn aus (“RUMFORD 26”, vor Ort zusammen mit dem Herrn Seiler, dem Herrn Höhne und dem Herrn Becker) - aber das ist eine andere Geschichte und was unser Thema angeht, nicht relevant.

Die Ausstellung fand auf jeden Fall nicht statt und so bin ich heute, fast ein viertel Jahrhundert später stolz und froh sie unter dem Titel CHURCH OF THE CHIP in einer Sonderschau zeigen zu können. Die Einladungskarte ziert die gleichnamige Computergrafik aus derselben Zeit. Das Projekt passt auch gut in meine archivarischen Veröffentlichungen vom Winter, finde ich.

Wir freuen uns darauf, den geneigten Kunstfreund im neuartigen HOMEBASE SALON nach zeitiger Anmeldung zu empfangen.

Neben der grossen Schau gibt es im Seitenflügel aktuelle Landschaften und Stilleben zum durchsehen und auf der Empore zwei monumentale Auseinandersetzungen mit Picasso und Cézanne - mit den Demoiselles von Avignon und den grossen Badenden. Diese Werke bleiben auch im Herbst hängen, wenn wir eine aktuelle Werkschau zeigen werden.

Klickt das Bild für die Einladungskarte mit den Anmelde-Infos:

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